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Auf Rechnung.

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Geschäftsbericht 2020

Bericht des Aufsichtsrats
für das Geschäftsjahr 2020.

Im Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat pflichtgemäß und umfassend die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat hat sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und war in für das Unternehmen grundlegende Entscheidungen und bedeutende Geschäftsvorgänge unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung und -politik, die wirtschaftliche Lage sowie die Entwicklung des Konzerns regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten vollumfänglich nachgekommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich aktiv und kritisch mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorlagen des Vorstands auseinanderzusetzen und auch eigene Anregungen einzubringen.

Sitzungen und Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen am 1. April, 24. Juni, 28. Oktober und 16. Dezember sowie in zwei außerordentlichen Sitzungen am 13. Februar und 20. Juli nach Gesetz oder Satzung erforderliche Beschlüsse nach gründlicher Prüfung und Beratung gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse standen auch außerhalb der Gremiensitzungen mit dem Vorstand in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch, um sich über die Geschäftsentwicklung, aktuell anstehende Entscheidungen, das Risikomanagement sowie bedeutende Einzelmaßnahmen zu informieren. Über Geschäftsvorgänge mit besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit informierte der Vorstand den Aufsichtsrat kontinuierlich.

Besondere Schwerpunkte der Beratungen und Beschlussfassungen im Plenum waren über die genannten Themen hinaus:

  • Regelmäßige Befassung mit dem Projekt zur Entwicklung eines standortbezogenen Modernisierungskonzeptes der Müllverbrennungsanlage
  • Beschlussfassung zur Verschmelzung der Gemeinschaftskraftwerk Fortuna GmbH auf die energieNRW GmbH
  • Beschlussfassung zur Veräußerung der Geschäftsanteile an der Gemeinschaft für Energieeffizienz GmbH
  • Berichterstattung über die aktuellen Aktivitäten im Bereich Wasserstoffmobilität und über aktuelle Projekte im Bereich der Fernwärme, wie z. B. die langfristige Wärmepartnerschaft mit Henkel zur Nutzung von industrieller Abwärme
  • Zustimmungen zur Anpassung der Erdgas- und Strompreise im Jahr 2020 bzw. 2021
  • Zustimmung zur Refinanzierung der bestehenden Unternehmensfinanzierung
  • Beschlussfassung zur Festlegung von Zielgrößen aufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen im Vorstand und im Aufsichtsrat sowie die Kenntnisnahme der Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands
  • Beschlussfassungen zum Verkauf und Erwerb von Wohnungen und Grundstücken
  • Befassung mit Nach- und Umbesetzungen von Gremienmandaten im Aufsichtsrat und dessen Ausschüssen sowie bei Beteiligungen
  • Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2021 und Kenntnisnahme der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2022 - 2024

In diesem besonderen Jahr, in dem die Stadtwerke Düsseldorf AG erstmalig vor den Herausforderungen einer weltweiten Pandemie standen, ist auch gegenüber dem Aufsichtsrat eine regelmäßige Berichterstattung zum Umgang der Stadtwerke Düsseldorf AG mit der Corona-Pandemie und bezüglich der Steuerung entsprechender – regelmäßig angepasster – Schutzmaßnahmen erfolgt.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems befasst. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die Compliance der Gesellschaft und des Konzerns. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit der Überwachung der Rechnungslegung und mit der Abschlussprüfung, insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Tätigkeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben Ausschüsse eingerichtet, die im vergangenen Geschäftsjahr regelmäßig getagt haben. Anstehende Beschlüsse und weitere Themen für die Behandlung im Plenum des Aufsichtsrats haben die Ausschüsse vorbereitet. Sowohl der Finanzausschuss als auch der Personalausschuss des Aufsichtsrats haben viermal im Geschäftsjahr 2020 getagt. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in der jeweils nächsten Sitzung des Aufsichtsrats über die vorherigen Beratungen in den Ausschusssitzungen. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten tagte viermal. Nicht erforderlich war eine Sitzung des gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschusses.

Jahresabschluss

In der Hauptversammlung am 24. Juni 2020 wurde der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 beauftragt. Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der Stadtwerke Düsseldorf AG zum 31. Dezember 2020 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 wurden durch den Abschlussprüfer unter Einbeziehung der Buchführung gemäß dem Prüfungsauftrag geprüft. Die Prüfung ergab keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde.
 

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 aufgestellte Bericht nach § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) ist vom Abschlussprüfer ebenfalls geprüft worden. Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.    die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2.    bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers nebst Abschlussunterlagen und Gewinnverwendungsvorschlag nach Vorprüfung durch den Finanzausschuss rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zugeleitet. Der Vorstand erläuterte in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats per Medienkonferenz und in der vorbereitenden Sitzung des Finanzausschusses ebenfalls per Medienkonferenz die Unterlagen. An diesen Sitzungen nahm ebenfalls der Abschlussprüfer teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer informierte über von ihm zusätzlich zur Abschlussprüfung erbrachte Leistungen sowie darüber, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen.

In der virtuell stattgefundenen Sitzung befasste sich der Finanzausschuss in seiner Sitzung am 14. April 2021 eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Lagebericht, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und dem Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG und erhob nach eigener Prüfung und nachdem er die Berichte und Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers zur Kenntnis genommen hatte, keine Einwendungen. Er berichtet ferner darüber, dass er ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem gewonnen hat. Dem Aufsichtsrat empfahl er, den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 nebst dem zugehörigen Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG zu billigen sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu folgen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG eingehend geprüft. Nach Kenntnisnahme der Berichte und Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach Entgegennahme des Berichts des Vorsitzenden des Finanzausschusses über die Beratungen und Prüfungen des Ausschusses zur Vorbereitung der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie nach seinen eigenen Prüfungen ergaben sich für den Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG (insbesondere die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen). Die Gesellschaft wurde nach Überzeugung des Aufsichtsrats durch die Konzernbeziehungen nicht benachteiligt. Der Aufsichtsrat nahm das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis hatte und hierzu keine Einwände. Er billigte daraufhin in seiner als virtuell stattgefundenen Bilanzsitzung am 21. April 2021 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 sowie den Lagebericht. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2020 wurde ebenfalls gebilligt. Ferner hat sich der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020 angeschlossen.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand 

Als Nachfolger von Herrn Dr. Bernhard Beck wurde Herr Dr. Hans-Josef Zimmer gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und in der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 13. Februar 2020 zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Die Suche und das Auswahlverfahren für die Nachfolge des Vorstandsvorsitzes konnte im Sommer erfolgreich abgeschlossen werden. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 20. Juli 2020 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die Bestellung von Herrn Julien Mounier als neuen Vorstandsvorsitzenden ab 1. Januar 2021 beschlossen.

Frau Alina Werner ist im Oktober 2020 als Ersatzmitglied für Herrn Volker Hüsgen in den Aufsichtsrat nachgerückt.

Nach der Kommunalwahl im Herbst und der sich daraus ergebenen veränderten Zusammensetzung des Rats der Landeshauptstadt Düsseldorf haben Herr Oberbürgermeister a. D. Thomas Geisel, Herr Rüdiger Gutt und Herr Markus Raub ihre Mandate als Mitglieder des Aufsichtsrats der Stadtwerke Düsseldorf AG niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für die langjährige, gute Zusammenarbeit sowie für ihr intensives Einbringen in die Aufsichtsratsarbeit. Als ihre Nachfolger wurden Herr Peter Blumenrath, Frau Angela Hebeler und Herr Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am 6. Dezember 2020 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt.

Im Umlaufverfahren vom 6. Dezember 2020 erfolgte die Wahl von Herrn Jürgen Umlauft als ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und von Herrn Peter Blumenrath als zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Als Vorsitzender des Vorstands hat Herr Dr. Udo Brockmeier sein Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden für 10 Jahre vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie für seinen Einsatz und seine Verdienste für das Unternehmen.

Dem Vorstand, den Unternehmensleitungen der Konzerngesellschaften, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Düsseldorf AG dankt der Aufsichtsrat für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 21. April 2021

Der Aufsichtsrat

Dr. Hans-Josef Zimmer
Vorsitzender