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Für nachhaltige Erzeugung

am WERK:

Für nachhaltige Erzeugung

Ein intelligentes Wärmesystem
für unsere Stadt.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele darf – gemäß aktueller Berechnung der Stadtwerke Düsseldorf und des Umweltamtes der Landeshauptstadt – ein Grenzwert für die CO2-Emission von etwa 73 Gramm je Kilowattstunde Wärme nicht überschritten werden. Die Düsseldorfer Fernwärme hält diesen Wert heute ein. Damit das auch 2035 so ist, werden wir weiter in klimafreundliche Wärmeerzeugung investieren müssen. 

Energiewende bedeutet in Großstädten vor allem Wärmewende. Schließlich stehen 42 Prozent der CO2-Emissionen in Düsseldorf im Zusammenhang mit Wärme. Sei es als Wärme durch Heizungen, warmes Wasser oder gewerbliche bzw. industrielle Wärme. 

Die Stadtwerke Düsseldorf haben deshalb ein intelligentes Wärmesystem entwickelt. Intelligent, weil dieses System flexibel ist, sich aus unterschiedlichen Quellen speist und immer wieder neue Quellen hinzufügen kann. Erst die zahlreichen innovativen Ansätze machen unser Wärmesystem fit für die Zukunft. Aktuell beispielsweise testen wir im Rahmen des Forschungsprojektes SWD SOL die Einspeisung von Wärme, die mittels Solarthermie gewonnen wird. Gleichzeitig finden Gespräche mit potenziellen lokalen Partnern statt, die künftig industrielle Wärme ins System liefern könnten.

Herzstück unseres intelligenten Wärmesystems ist und bleibt unser Gas- und Dampfkraftwerk im Hafen. Block „Fortuna“ gehört zu den modernsten und effizientesten Anlagen seiner Art. Mit Hilfe von kohlenstoffarmem und damit klimafreundlichem Erdgas werden hier Strom und Wärme produziert. Perspektivisch können dabei sogar immer mehr Anteile des Erdgases im Block „Fortuna“ durch CO2-freie Brennstoffe ersetzt werden, z.B. durch Wasserstoff. 

Das Zusammenspiel zwischen Block „Fortuna“, der Müllverbrennungsanlage und der Düsseldorfer Fernwärme leistet einen großen Beitrag zur Emissionsreduktion in der Landeshauptstadt. Das System sparte in den vergangenen drei Jahren jeweils mehr als eine Million Tonnen CO2-Emissionen ein. Ohne diese Einsparung wäre es deutlich teurer, das gleiche Ziel zu erreichen, und – wenn überhaupt – nur durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen möglich. Deshalb ist der Ausbau der Fernwärme ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Weiterentwicklung großstädtischer Infrastrukturen. 

Einiges haben wir 2019 erreicht: So haben wir das neue Albrecht-Dürer-Berufskolleg und Wohnhäuser der Paulsmühle im Düsseldorfer Stadtteil Benrath angeschlossen. Auch die Anbindung des Flughafens an unser Fernwärmenetz haben wir 2019 gebaut. Damit leistet künftig auch dieser einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung. Konkret werden die CO2-Emissionen für die Wärmeerzeugung am Flughafen durch die Nutzung der Fernwärme von derzeit etwa 14.900 Tonnen jährlich auf geschätzt 4.400 Tonnen reduziert.

Warten im Warmen: 10.500 t weniger CO2 durch Fernwärme am Flughafen

Und das intelligente Wärmesystem weist sogar über die Stadtgrenzen hinaus. Denn die RheinWerke untersuchen im Rahmen der Machbarkeitsstudie „Fernwärmeschiene Rheinland“ mögliche Vernetzungen zwischen Köln, Düsseldorf und weiteren Partnern auf der Strecke. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass ein solches Projekt technisch machbar wäre und ein sehr großes CO2-Einsparpotenzial birgt. Die RheinWerke sind eine gemeinsame Tochter von RheinEnergie Köln und Stadtwerke Düsseldorf.