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Ein intelligentes Wärmesystem für unsere Stadt.
für unsere Stadt.

Energiewende bedeutet in Großstädten vor allem Wärmewende.
Denn: 43 Prozent der CO2-Emissionen in Düsseldorf stehen im Zusammenhang mit Wärme (Heizung, warmes Wasser und gewerbliche bzw. industrielle Wärme). Für Düsseldorf haben wir deshalb ein intelligentes Wärmesystem ent-wickelt. Es basiert auf Kraft-Wärme-Kopplung und schafft Perspektiven für Erneuerbare Energien und industrielle Abwärme in der urbanen Wärmeversorgung. Das hat Zukunft, denn unser Wärmesystem setzt sich schon heute aus unterschiedlichen Erzeugungsanlagen zusammen und wird perspektivisch noch vielfältiger.

Dreh- und Angelpunkt ist unser Gas- und Dampfkraftwerk „Fortuna“, eines der modernsten und effizientesten seiner Art. Auf der Lausward wird mit Hilfe von kohlenstoffarmem und daher klimafreundlichem Erdgas Strom und Wärme produziert. Ergänzt wird der Block „Fortuna“ durch das Heizkraftwerk in Flingern. Hierfür entsteht der Dampf in der benachbarten Müllverbrennungsanlage.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist der Fernwärmespeicher Auf der Lausward. Er verfügt über eine Speicherkapazität von ca. 1.340 Megawattstunden. Eine Menge, die ausreicht, um Düsseldorf – je nach Witterung – einige Stunden bis Tage lang mit Wärme zu versorgen.

Unser vernetztes Wärmesystem speist sich aus unterschiedlichen Quellen. Mit innovativen Ansätzen und Flexibilität machen wir unser System fit für die Zukunft. So testen wir aktuell beispielsweise im Forschungsprojekt SWD SOL die Einspeisung von Wärme, die mittels Solarthermie gewonnen wurde. Auch finden weitere Gespräche mit potenziellen lokalen Partnern statt, die als Lieferanten industrieller Abwärme in Frage kommen.

Das Düsseldorfer Fernwärmenetz wächst.
2018 haben wir den Düsseldorfer Hauptbahnhof angeschlossen. Das Leitungsnetz wird von Garath nach Benrath ausgebaut. Ab voraussichtlich Ende 2019 versorgen wir das neue Albrecht-Dürer-Berufskolleg und Wohnhäuser der Paulsmühlenstraße mit Fernwärme.

Ebenfalls für Ende 2019 ist der Anschluss des Flughafen Düsseldorf ans Fernwärmenetz geplant. Damit leistet der Airport einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung und zur Erreichung des Ziels der Landeshauptstadt Düsseldorf, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Berechnungen zufolge können so rund 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr vermieden werden. Das entspricht den Emissionen von mehr als 3.000 Mittelklasse-Pkw mit Benzinmotor bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr.

Längst beschäftigt uns das Thema Fernwärme auch jenseits der Stadtgrenzen. Die RheinWerke, eine gemeinsame Tochter von RheinEnergie Köln und Stadtwerke Düsseldorf, untersuchen seit September 2018 im Rahmen der Machbarkeitsstudie „Fernwärmeschiene Rheinland“ mögliche Vernetzungen zwischen den Metropolen und weiteren Partnern auf der Strecke. Gefördert wird diese Machbarkeitsstudie aus Mitteln des Landesprogramms „progres.nrw“ und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). In diesem Projekt steht auch die Nutzung industrieller Abwärme im Fokus.