Home

in ZAHLEN

in ZAHLEN:

Geschäftsbericht 2019

Bericht des Aufsichtsrats
für das Geschäftsjahr 2019.

Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat pflichtgemäß und umfassend die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat hat sich von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und war in für das Unternehmen grundlegende Entscheidungen und bedeutende Geschäftsvorgänge unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung und -politik, die wirtschaftliche Lage sowie die Entwicklung des Konzerns regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten vollumfänglich nachgekommen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich aktiv und kritisch mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorlagen des Vorstands auseinanderzusetzen und auch eigene Anregungen einzubringen.

Sitzungen und Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen am 20. März, 10. Juli, 26. September und 18. Dezember sowie in zwei außerordentlichen Sitzungen am 28. Oktober und 2. Dezember nach Gesetz oder Satzung erforderliche Beschlüsse nach gründlicher Prüfung und Beratung gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse standen auch außerhalb der Gremiensitzungen mit dem Vorstand in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch, um sich über die Geschäftsentwicklung, aktuell anstehende Entscheidungen, das Risikomanagement sowie bedeutende Einzelmaßnahmen zu informieren. Über Geschäftsvorgänge mit besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit informierte der Vorstand den Aufsichtsrat kontinuierlich. Am 20. März 2019 fand zudem eine Klausursitzung des Aufsichtsrats statt. Beratungsgegenstand war die strategische Ausrichtung des Unternehmens auf ein Zielbild 2030. Erörtert wurden die Ergebniserwartungen und Investitionserfordernisse in den strategischen Sparten

  • Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur,
  • Kritische Netzinfrastruktur und
  • Intelligente Infrastruktur für den Kunden.

Besondere Schwerpunkte der Beratungen und Beschlussfassungen im Plenum waren über die genannten Themen hinaus:

  • Befassung mit den von der Stadtwerke Düsseldorf AG betriebenen Müllverbrennungsaktivitäten und Zustimmung zur Ausarbeitung von Handlungsoptionen sowohl für die Entwicklung eines standortbezogenen Modernisierungskonzeptes, als auch hinsichtlich der Auslastung der Müllverbrennungsanlage für 2024ff.
  • Berichterstattung über den im Sommer 2019 von der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgerufenen „Klimanotstand“ und Vorstellung der daraus abgeleiteten Maßnahmen der Stadtwerke Düsseldorf AG
  • Befassung mit der an die Gesamtunternehmensstrategie und die Vision 2030 angepassten IT-Strategie
  • Berichterstattung über die aktuellen Aktivitäten im Bereich Wasserstoffmobilität und über aktuelle Projekte im Bereich der Fernwärme, wie z. B. die Fernwärmeanbindung des Flughafens
  • Regelmäßige Befassung mit den Ergebnissen sowie den technischen und kommerziellen Auswirkungen der Revision und des Reparaturstillstands der GuD-Anlage Block F im Kraftwerk Lausward
  • Befassung mit dem Beteiligungsmanagement und regelmäßige Berichterstattung zu Kooperationen der Stadtwerke Düsseldorf AG, wie z. B. „RheinSchiene“ und „RheinWerke“
  • Befassung mit Nach- und Umbesetzungen von Gremienmandaten bei Beteiligungen
  • Zustimmung zum Erwerb von Geschäftsanteilen an der CleverShuttle Düsseldorf GmbH durch die Stadtwerke Düsseldorf AG
  • Beschlussfassungen zum Verkauf und Erwerb von Wohnungen und Grundstücken
  • Zustimmung zur Erhöhung der Grundversorgungspreise Strom im Laufe des Jahres 2020 Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2020 und Kenntnisnahme der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2021 – 2023

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des isikomanagementsystems und des internen Revisionssystems befasst. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über die Compliance der Gesellschaft und des Konzerns. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit der Überwachung der Rechnungslegung und mit der Abschlussprüfung, insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Tätigkeit der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben Ausschüsse eingerichtet, die im vergangenen Geschäftsjahr regelmäßig getagt haben. Anstehende Beschlüsse und weitere Themen für die Behandlung im Plenum des Aufsichtsrats haben die Ausschüsse vorbereitet. Sowohl der Finanzausschuss als auch der Personalausschuss des Aufsichtsrats haben viermal im Geschäftsjahr 2019 getagt. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in der jeweils nächsten Sitzung des Aufsichtsrats über die vorherigen Beratungen in den Ausschusssitzungen. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten tagte neunmal. Nicht erforderlich war eine Sitzung des gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschusses.

Jahresabschluss

In der Hauptversammlung am 10. Juli 2019 wurde der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2019 beauftragt. Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der Stadtwerke Düsseldorf AG zum 31. Dezember 2019 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden durch den Abschlussprüfer unter Einbeziehung der Buchführung gemäß dem Prüfungsauftrag geprüft. Die Prüfung ergab keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellte Bericht nach § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) ist vom Abschlussprüfer ebenfalls geprüft worden. Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellte Bericht nach § 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) ist vom Abschlussprüfer ebenfalls geprüft worden. Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers nebst Abschlussunterlagen und Gewinnverwendungsvorschlag nach Vorprüfung durch den Finanzausschuss rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zugeleitet. Der Vorstand erläuterte in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats per Medienkonferenz und in der vorbereitenden Sitzung des Finanzausschusses ebenfalls per Medienkonferenz die Unterlagen. An diesen Sitzungen nahm ebenfalls der Abschlussprüfer teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer informierte über von ihm zusätzlich zur Abschlussprüfung erbrachte Leistungen sowie darüber, dass keine Umstände vorliegen, die seine Befangenheit besorgen lassen.

In der als Telefonkonferenz stattgefundenen Sitzung befasste sich der Finanzausschuss in seiner Sitzung vom 25. März 2020 eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Lagebericht, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und dem Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG und erhob nach eigener Prüfung und nachdem er die Berichte und Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen hatte, keine Einwendungen. Er berichtet ferner darüber, dass er ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem gewonnen hat. Dem Aufsichtsrat empfahl er, den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 nebst dem zugehörigen Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG zu billigen sowie dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zuzustimmen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG eingehend geprüft. Nach Kenntnisnahme der Berichte und Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach Entgegennahme des Berichts des Vorsitzenden des Finanzausschusses über die Beratungen und Prüfungen des Ausschusses zur Vorbereitung der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie nach seinen eigenen Prüfungen ergaben sich für den Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019, den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG (insbesondere die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen). Die Gesellschaft wurde nach Überzeugung des Aufsichtsrats durch die Konzernbeziehungen nicht benachteiligt. Der Aufsichtsrat stimmte somit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Abschlussprüfer zu und billigte in seiner als Telefonkonferenz stattgefundenen Bilanzsitzung am 1. April 2020 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie den Lagebericht.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2019 wurde ebenfalls gebilligt. Ferner hat sich der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2019 angeschlossen.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand 

Herr Dr. Bernhard Beck hat sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Vorsitzenden des Aufsichtsrats für die langjährige, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie für seinen Einsatz für das Unternehmen. Als sein Nachfolger wurde Herr Dr. Hans-Josef Zimmer gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Auf Vorschlag des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG wurde Herr Dr. Hans-Josef Zimmer in der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 13. Februar 2020 zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Die Besetzung des Vorstands der Stadtwerke Düsseldorf AG hat sich im Geschäftsjahr 2019 nicht verändert. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 2. Dezember 2019 wurden die im Jahr 2020 auslaufenden Bestellungen der Vorstände Herr Dr. Udo Brockmeier, Herr Manfred Abrahams und Herr Hans-Günther Meier, um jeweils ein Jahr verlängert. Die Suche und das Auswahlverfahren für die Nachfolge im Vorstandsvorsitz werden im Geschäftsjahr 2020 fortgesetzt.

Dem Vorstand, den Unternehmensleitungen der Konzerngesellschaften, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Düsseldorf AG dankt der Aufsichtsrat für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 1. April 2020

Der Aufsichtsrat

Dr. Hans-Josef Zimmer
Vorsitzender